Kanäle gesperrt


Auswirkungen noch überschaubar

Die Kälte hält Deutschland nun schon seit Wochen fest im Griff und erste Auswirkungen aufgrund der derzeitigen Kälteperiode sind spürbar: Die Kanäle sind im Norden teilweise zugefroren, Straßen phasenweise nur schwer befahrbar. Trotz der angespannten Lage, werden die Auswirkungen der Kälteperiode bei der AGRAVIS Raiffeisen AG derzeit als gering eingestuft.

Beinahe alle Kraftfutterwerke der AGRAVIS Raiffeisen AG haben eine direkte Anbindung an Wasserstraßen. Die Binnenschifffahrt ist daher ein wichtiges logistisches Standbein der Unternehmensgruppe. Derzeit sind der Mittellandkanal und seine Schleusen aufgrund des Eisgangs gesperrt. Das AGRAVIS-Kraftfutterwerk in Minden kann beispielsweise derzeit nur per Lkw beliefert werden.
Dennoch ist in den AGRAVIS-Kraftfutterwerken mit Kanalanbindung die Situation entspannt. Die Kraftfutterwerke in Bremerhaven, Oldenburg und Dörpen werden über die Wasserstraßen mit Hilfe von Eisbrechern angesteuert. Die Kraftfutterwerke in Münster und Dorsten können von Westen her beliefert werden. Lingen und Leer sind über das Ijsselmeer in Konvoifahrt der Schiffe mit Eisbrechern nach wie vor erreichbar.
Ungeachtet der angespannten Situation gibt es derzeit keine Versorgungs- oder Lieferengpässe, denn der Bevorratungsstand in den AGRAVIS-Kraftfutterwerken ist nach wie vor mehr als ausreichend und bereits frühzeitig wurde in den betroffenen Kraftfutterwerken auf alternative Transportmittel wie Lkw umgestellt.
Auch die Schiffe mit Getreidetransporten liegen derzeit auf Eis. Zurzeit gibt es logistische Schwierigkeiten im norddeutschen Kanalsystem. Die Ware wird ?per Achse?, also mit Lkw bewegt, was zwar für die Warenbesitzer die Logistikkosten erhöht, aber nicht zu höheren Preisen führt. Zu Engpässen ist es aufgrund der Kälte noch nicht gekommen.
Beim Transport von Düngemitteln gibt es derzeit keine nennenswerten Probleme. In den Regionen, in denen Schiffe nicht mehr fahren können, wurde bereits auf die Belieferung mit Lkw oder auf Bahntransport umgestellt. In den Lagern ist der Grundbedarf vorhanden, der erschwerte Transport über die Kanäle sorgt daher nicht zu Lieferengpässen.
Eine Entspannung der Gesamtsituation wird erst Mitte Februar erwartet.